Familie von Groote

Das alte flandrische Wappen


 
Kölner Familienwappen
 

 

Das im Adelsdiplom beschriebene Wappen vereinigte das seit 1260 geführte flandrische Familienwappen (ein durch ein hellblaues Kreuz in vier Felder geteiltes Schild, in welchem sich die Merletten bzw. verstümmenten Amseln befanden, siehe oben links) mit einem neuen Wappen, das Nicolas de Groote in Köln angenommen hat. Zum Zeichen des Neubeginns in Köln hatte Nicolas de Groote ein Wappen geschaffen, das zwei blaue Sterne und darunter ein grünes Kleeblatt in einem goldenen Feld zeigt. Hiermit könnte er Gottvertrauen und Optimismus für den Neuanfang ausgedrückt haben. Darauf deuten die gewählten Symbole der Sterne als Überbringer des Lichts und des Kleeblatts als Zeichen der Trinität, aber auch für Einheit und Stabilität, während die Grundfarbe Gold für Zukunft und Ewigkeit steht.
 
 
 
integriertes Wappen
 
Es gibt keine eindeutigen Belege darüber, was es mit der Symbolik des Wappens auf sich haben könnte. Die Heraldik sieht in gestümmelten Amseln, die auch Merletten heißen, frühe Wappentiere, die nur von teilnehmenden Rittern auf einem Kreuzzug in das Wappen aufgenommen werden durften. Diese Aussage ist aber unter Fachleuten umstritten und reicht nicht als Beleg für die Teilnahme an einem Kreuzzug. Die 12er-Zahl scheint für „die vollkommene Ordnung“ zu stehen. Auch das Kreuz könnte einen Hinweis in diese Richtung geben. Das Wappen könnte aber auch aus einem Amts- oder Funktionswappen hervorgegangen sein. Das Besondere an den Merletten ist die Stümmelung, also das Fehlen von Schnabel und Füßen. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich um keine natürlichen Vögel handelt, sondern um solche, die weder auf Nahrung noch auf Bewegung auf der Erde angewiesen sind. Insgesamt scheint das Merlettenwappen also entweder ein Abzeichen eines Nachfahren eines Kreuzritters oder das eines Gerichtsfunktionärs  zu sein.